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Study title

Syntax/Logfile zur Untersuchung: "Verstärkt algorithmische Arbeitssteuerung Ungleichheiten in Arbeitsautonomie? Eine empirische Untersuchung von Beschäftigten in großen deutschen Arbeitsorganisationen"

Creator

Gensler, Elisa ( Universität Bielefeld / Fakultät für Soziologie)
Abendroth, Anja-Kristin ( Universität Bielefeld / Fakultät für Soziologie)

Study number / PID

10.7802/2312 (GESIS)

10.7802/2312 (DOI)

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Series

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Abstract

Mit algorithmischen Steuerungstechnologien ist es möglich, Aufgaben der Koordination und Steuerung von Arbeitstätigkeiten, die beispielsweise bisher durch Vorgesetzte ausgeführt wurden, vermehrt zu automatisieren. Inwiefern damit bisherige Arbeitsanweisungen oder Zielvorgaben durch Vorgesetzte oder das Management einfach nur ersetzt werden, oder sich hierdurch Arbeitsautonomie von Beschäftigten grundlegend verändert, wird kontrovers diskutiert. Anhand der Analysen wurde ein Beitrag dazu geleistet, zu untersuchen, inwiefern sich durch die Verbreitung des Erhalts algorithmischer Arbeitsanweisungen bestehende Ungleichheitsstrukturen in Arbeitsautonomie, in denen Beschäftigte um so mehr Arbeitsautonomie wahrnehmen, je höher deren Berufsstatus ist, zuspitzen oder grundlegend verändern. Hierfür wurden insbesondere organisationale Random Effects Regressionen berechnet.
Die Ergebnisse auf Basis von Linked-Employer-Employee-Daten mit 5.138 Beschäftigten aus 160 großen deutschen Arbeitsorganisationen zeigen, dass nur Beschäftigte, die täglich algorithmische Arbeitsanweisungen erhalten, geringere Autonomiespielräume wahrnehmen als Beschäftigte, die diese Anweisungen nicht erhalten. Dies gilt für alle Berufsstatusgruppen in gleicher Weise. Jedoch nimmt im Sinne des ungleichheitsgenerierenden Mechanismus der Chancenhortung, die Wahrscheinlichkeit, täglich automatisch generierte Arbeitsanweisungen zu erhalten, in höheren Berufsstatusgruppen ab. Im Vergleich von Arbeitsorganisationen zeigt sich, dass Ungleichheiten in Arbeitsautonomie, in denen Autonomiespielräume um so größer sind, je höher der Berufsstatus der Beschäftigten ist, mit zunehmender Verbreitung algorithmischer Arbeitsanweisungen in den Arbeitsorganisationen größer ausfallen, aber nicht polarisieren.

Topics

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Methodology

Data collection period

01/04/2018 - 01/07/2019

Country

Germany

Time dimension

cross-section

Analysis unit

Not available

Universe

Die Zufallsstichprobe der Großbetriebe ist Teil der Grundgesamtheit von Arbeitsorganisationen in Deutschland, die zum Ziehungszeitpunkt 500 oder mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben. Die Grundgesamtheit der Stichprobe der Beschäftigtenerhebung sind alle zum Ziehungszeitpunkt sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus den jeweiligen zufällig gezogenen deutschen Großbetrieben, die 1960 oder später geboren sind

Sampling procedure

Probability Sample

Kind of data

Not available

Data collection mode

Telefonisches InterviewEigenständig auszufüllender Fragebogen

Access

Publisher

GESIS Data Archive for the Social Sciences

Publication year

2021

Terms of data access

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